Merken An meinem letzten Geburtstag wollte ich eigentlich gar nicht kochen, aber meine Schwester rief an und meinte, sie bringe die Kinder vorbei. Ich hatte gekochtes Hähnchen im Kühlschrank, eine Packung Nudeln und den Rest einer Sahne, die noch zwei Tage haltbar war. Was daraus wurde, war dieser Auflauf, und seitdem ist er fester Bestandteil unserer Familienabende. Manchmal entstehen die besten Gerichte aus purer Notwendigkeit.
Ich erinnere mich an einen verregneten Novemberabend, als meine Nachbarin spontan mit ihren Zwillingen vorbeikam. Ich hatte diesen Auflauf gerade aus dem Ofen geholt, und die Küche duftete nach Knoblauch, Butter und geschmolzenem Käse. Die Kinder, die sonst beim Essen wählerisch sind, aßen zwei Portionen und fragten, ob ich ihnen das Rezept aufschreiben könne. Seitdem backe ich ihn öfter, und jedes Mal denke ich an diesen unerwarteten, warmen Abend.
Ingredients
- Penne oder Ziti Nudeln (340 g): Ich bevorzuge Penne, weil die Sauce sich in den Röhrchen sammelt und jeden Bissen herrlich cremig macht.
- Gekochte Hähnchenbrust (300 g), gewürfelt oder in Streifen: Reste vom Vortag oder ein fertiges Brathähnchen aus dem Supermarkt sparen Zeit und schmecken genauso gut.
- Butter (2 EL): Ungesalzene Butter ist hier wichtig, damit du die Salzmenge selbst kontrollieren kannst.
- Knoblauch (3 Zehen), fein gehackt: Frischer Knoblauch macht den Unterschied, glaub mir, das Pulver kommt nicht ansatzweise ran.
- Sahne (480 ml): Die volle, schwere Sahne sorgt für diese seidige Konsistenz, die den Auflauf so unwiderstehlich macht.
- Frisch geriebener Parmesan (100 g): Immer frisch reiben, der fertig geriebene aus der Tüte klumpt und schmeckt flach.
- Salz (1/2 TL): Taste zwischendurch ab, denn Parmesan bringt schon eine ordentliche Portion Salz mit.
- Schwarzer Pfeffer (1/4 TL), frisch gemahlen: Ein Hauch Schärfe hebt die Cremigkeit auf eine neue Ebene.
- Muskatnuss (1/4 TL), optional: Das kleine Geheimnis, das viele Leute nicht erraten, aber sofort schmecken.
- Mozzarella (200 g), gerieben: Die goldene, blubbernd-käsige Kruste obendrauf ist der Grund, warum alle nachschlagen.
- Frische Petersilie (2 EL), gehackt, optional: Ein bisschen Grün gibt dem Ganzen Frische und sieht einfach einladend aus.
Instructions
- Ofen vorheizen und Form vorbereiten:
- Heize deinen Ofen auf 190 Grad vor und fette eine 23x33 cm Auflaufform gut ein. Ich verwende immer ein bisschen Butter oder Öl, damit später nichts kleben bleibt.
- Nudeln kochen:
- Koche die Nudeln in gut gesalzenem Wasser bis sie gerade noch Biss haben, wirklich al dente, denn sie garen im Ofen weiter. Gieße sie ab und stelle sie beiseite.
- Knoblauch anschwitzen:
- In einem großen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, dann den Knoblauch hinzufügen und etwa eine Minute rühren, bis er duftet, aber auf keinen Fall braun wird. Verbrannter Knoblauch schmeckt bitter und ruiniert alles.
- Alfredo-Sauce zubereiten:
- Gieße die Sahne in den Topf und bringe sie sanft zum Köcheln, dann rühre Parmesan, Salz, Pfeffer und Muskat ein, bis der Käse vollständig geschmolzen ist und die Sauce seidig glänzt. Ständiges Rühren verhindert, dass die Sahne anbrennt.
- Hähnchen und Nudeln unterheben:
- Gib das gekochte Hähnchen und die abgetropften Nudeln in die Sauce und vermische alles gründlich, sodass jede Nudel schön ummantelt ist. Dieser Moment, wenn alles zusammenkommt, ist jedes Mal befriedigend.
- In die Form füllen und mit Käse bestreuen:
- Schütte die Mischung in die vorbereitete Auflaufform und verteile sie gleichmäßig, dann streue den Mozzarella großzügig darüber. Sei nicht sparsam mit dem Käse, er ist der Star der Show.
- Backen:
- Schiebe die Form in den Ofen und backe 25 bis 30 Minuten, bis der Käse goldbraun ist und am Rand kleine Blasen wirft. Der Duft, der dabei durch die Küche zieht, ist unbeschreiblich.
- Ruhen lassen und servieren:
- Lass den Auflauf fünf Minuten stehen, bevor du ihn anschneidest, damit die Sauce etwas anziehen kann. Streue frische Petersilie darüber, wenn du magst, und serviere ihn dampfend heiß.
Merken Letzten Winter, als mein Mann nach einer langen Arbeitswoche nach Hause kam, stand dieser Auflauf auf dem Tisch. Er sagte nichts, nahm sich eine große Portion und aß schweigend, aber sein Lächeln sprach Bände. Manchmal braucht es keine großen Worte, manchmal reicht ein einfaches, warmes Essen, um zu zeigen, dass man sich kümmert.
Variationen und Anpassungen
Du kannst gedünsteten Brokkoli, Spinat oder gebratene Champignons untermischen, wenn du mehr Gemüse möchtest. Ich habe auch schon eine leichtere Version mit halb Sahne, halb Milch gemacht, die immer noch cremig war, aber etwas weniger schwer im Magen lag. Wenn du gerne Schärfe magst, gib eine Prise Chiliflocken zur Sauce, das gibt eine angenehme Wärme.
Aufbewahrung und Reste
Reste halten sich im Kühlschrank drei bis vier Tage in einem luftdichten Behälter. Ich wärme sie gerne in der Mikrowelle auf und gebe einen Esslöffel Sahne oder Milch dazu, damit die Sauce wieder cremig wird. Du kannst den Auflauf auch einfrieren, dann solltest du ihn aber in Portionen aufteilen und maximal zwei Monate lagern.
Was dazu passt
Ein knackiger grüner Salat mit einer leichten Vinaigrette ist die perfekte Ergänzung, um die Reichhaltigkeit auszugleichen. Dazu passt ein kühles Glas Chardonnay oder einfach ein Stück frisches Baguette, um die letzte Sauce aufzutunken. Manchmal mache ich auch geröstetes Knoblauchbrot, und dann wird es richtig festlich.
- Serviere den Auflauf direkt aus der Form, das sieht rustikal und einladend aus.
- Wenn du ihn für eine Party machst, kannst du ihn in kleinen Portionsschalen backen, das kommt immer gut an.
- Ein Spritzer Zitronensaft über den fertigen Auflauf bringt eine frische Note, die viele überrascht.
Merken Dieser Auflauf ist für mich mehr als nur ein Rezept, er ist ein Stück Zuhause auf einem Teller. Ich hoffe, er wird auch bei dir zu einem Liebling, der immer wieder auf den Tisch kommt.