Merken An einem verregneten Sonntagmittag habe ich diesen zarten Rührteufchenkuchen zum ersten Mal gebacken. Der Duft von geröstetem Hojicha-Tee füllte meine kleine Küche, während der Regen leise gegen die Fensterscheibe trommelte. Ich hatte gerade ein Buch über japanische Teezeremonien gelesen und wollte diesen warmen, nussigen Geschmack somehow in einen Kuchen zaubern. Das Ergebnis war so zart und aromatisch, dass meine Nachbarin unten im Treppenhaus klopfte, weil sie den wunderschönen Geruch nicht ignorieren konnte.
Als ich diesen Kuchen zum Geburtstag meiner Mutter servierte, sagte sie nach dem ersten Bissen nichts. Sie schloss einfach die Augen und lächelte. Später erzählte sie, dass der Geschmack sie an ihre Jugendzeit in Osaka erinnert habe, wo sie als Kind in einem kleinen Teehaus Hojija getrunken hat. Solche Momente sind es, die das Backen für mich so besonders machen.
Zutaten
- 120 g Mehl: Gesiebt sorgt es für einen besonders lockeren, luftigen Teig
- 4 große Eier: Zimmertemperatur ist entscheidend, damit sie genug Volumen entwickeln können
- 120 g Zucker: Feiner Kristallzucker löst sich schneller auf und erzeugt eine glattere Struktur
- 40 ml Vollmilch: Auch hier Zimmertemperatur, damit die Butter nicht fest wird beim Vermischen
- 40 g ungesalzene Butter: Geschmolzen und leicht abgekühlt gibt sie dem Teig Fülle ohne ihn zu beschweren
- 1 TL Vanilleextrakt: Echter Extrakt, kein Aroma, macht den Unterschied
- Prise Salz: Verstärkt den Geschmack des Tees und der Schokolade
- 3 EL Hojicha-Tee: Lose Blätter entwickeln mehr Aroma als Teebeutel
- 100 ml Milch: Für den Tee-Aufguss, der die Buttercreme aromatisiert
- 200 g ungesalzene Butter: Weich, aber nicht geschmolzen für eine cremige Konsistenz
- 200 g Puderzucker: Gesiebt verhindert er Klümpchen in der Creme
- 100 g dunkle Schokolade: 60–70% Kakao gibt die nötige Intensität
- 80 ml Sahne: Für eine seidige Glasur, die schön über die Kanten fließt
Zubereitung
- Den Ofen vorbereiten:
- Heizen Sie den Ofen auf 175°C vor und legen Sie zwei 18er runde Formen mit Backpapier aus. Das verhindert, dass der zarte Teig anklebt.
- Die Eier aufschlagen:
- Schlagen Sie Eier und Zucker 5 bis 7 Minuten auf höchster Stufe, bis die Masse hell und dickflüssig ist.
- Mehl vorsichtig einarbeiten:
- Falten Sie das Mehl in drei Portionen vorsichtig mit einem Spatel unter. So bleibt die Luft im Teig erhalten.
- Die Flüssigkeit mischen:
- Vermischen Sie Milch, geschmolzene Butter und Vanille. Nehmen Sie etwas Teig dazu und falten Sie alles zurück.
- Backen und abkühlen lassen:
- Verteilen Sie den Teig und backen Sie 20 bis 22 Minuten. Lassen Sie die Bögen 10 Minuten in der Form abkühlen.
- Den Tee aufgießen:
- Erhitzen Sie die Milch fast bis zum Sieden und ziehen Sie den Hojicha 10 Minuten. Seihen Sie ihn ab und kühlen Sie ihn komplett.
- Buttercreme schlagen:
- Schlagen Sie Butter, Puderzucker und Salz 3 bis 4 Minuten. Fügen Sie langsam den Tee-Aufguss hinzu.
- Glasur machen:
- Erhitzen Sie die Sahne und gießen Sie sie über die gehackte Schokolade. Rühren Sie nach 2 Minuten glatt.
- Everything zusammenbauen:
- Bestreichen Sie eine Lage mit Creme, setzen Sie die zweite darauf und glasieren Sie den ganzen Kuchen.
Merken Nachdem ich diesen Kuchen dreimal hintereinander für verschiedene Anlässe gebacken hatte, rief mich meine Schwester an. Sie wollte das Rezept für ihren Hochzeitstag. Zwischendurch habe ich gelernt, dass manche Dinge einfach Zeit brauchen und nicht beschleunigt werden können.
Der perfekte Teeguss
Für eine intensivere Hojija-Buttercreme können Sie die Milch mit dem Tee ziehen lassen, bis sie komplett abgekühlt ist. Ich habe sogar schon den Tee über Nacht in der Milch ziehen lassen. Das Ergebnis war eine so tiefe, komplexe Note, dass Gäste fragten, ob ich noch andere Zutaten verwendet hätte.
Glasur-Tricks
Geben Sie die etwas abgekühlte Glasur in die Mitte des Kuchens und lassen Sie sie langsam nach außen laufen. Ein sanftes Schütteln der Tortenplatte hilft ihr, beautiful über die Kanten zu fließen. Üben Sie ein wenig mit dem Timing. Zu warm und sie läuft zu dünn. Zu kalt und sie zieht Streifen.
Servieren und Aufbewahren
Dieser Kuchen entwickelt seinen vollen Geschmack, wenn Sie ihn mindestens vier Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Die Aromen von Tee und Schokolade verbinden sich dann zu etwas ganz Besonderem. Lassen Sie ihn vor dem Servieren 15 Minuten bei Zimmertemperatur, damit er schön weich wird.
- Ein Hauch Hojicha-Pulver auf der Glasur sieht wunderschön aus
- Die Kombination mit einem leichten Oolong ist pure Magie
- Im Kühlschrank hält er sich bis zu vier Tage, wenn er gut abgedeckt ist
Merken Nach einem langen Tag ist eine Scheibe dieses Kuchens mit einer heißen Tasse Tee pure Selbstfürsorge. Genießen Sie jeden Bissen in Ruhe.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Was ist Hojija?
Hojija ist ein gerösteter japanischer Grüntee mit nussigem, leicht karamellisiertem Aroma. Im Gegensatz zu Matcha wird er aus Stängeln und Blättern hergestellt und durch das Rösten weniger bitter.
- → Wie lange hält sich der Kuchen?
Im Kühlschrank verschlossen gelagert hält sich der Hojija-Kuchen etwa 3-4 Tage. Die Buttercreme und Schokoladenglasur bleiben bei kühler Lagerung cremig und frisch.
- → Kann ich Hojija durch anderes Tee ersetzen?
Hojija kann durch gerösteten Oolong oder Earl Grey ersetzt werden. Der Geschmack wird sich jedoch verändern, da jedes Blatt seine eigene aromatische Note besitzt.
- → Warum muss der Kuchen vor dem Glasieren kühlen?
Ein gekühlter Kuchen verhindert, dass die Schokoladenglasur zu schnell schmilzt und ungleichmäßig läuft. Die kühle Basis sorgt für eine glatte, professionelle Optik.
- → Wie wird die Buttercreme besonders cremig?
Die Butter muss Zimmertemperatur haben, bevor sie geschlagen wird. Das schrittweise Einarbeiten der abgekühlten Hojija-Milch verhindert, dass die Masse ausriert.
- → Welche Tee-Sorte passt am besten als Begleitung?
Ein milder japanischer Sencha oder ein leichter Oolong ergänzen die Hojija-Note harmonisch. Schwarztee mit Melisse ist ebenfalls eine elegante Wahl.