Merken Regnerische Sonntagabende waren in meiner Wohnung schon immer synonym mit duftenden Currys, die stundenlang vor sich hin köcheln. Als ich das erste Mal Halloumi anstelle von Paneer ausprobierte, war ich skeptisch, ob der salzige Käse mit der milden Tomaten-Kokos-Soße harmonieren würde. Der erste Bissen hat alle Zweifel ausgeräumt, der goldige Käse gab dem Gericht eine wunderbar herzhafte Note.
Meine Freundin Lena hat bei einem Dinner im vergangenen Sommer zufällig entdeckt, dass dieses Curry sogar am nächsten Tag noch besser schmeckt. Wir hatten aus Versehen die doppelte Menge gemacht und heimlich aus den Tupperdösem gelöffelt, bevor die Gäste überhaupt ankamen.
Zutaten
- 400 g Halloumi-Käse: Der salzige Charakter gibt dem Curry seine herzhafte Basis, in 2 cm Würfel geschnitten
- 1 mittelgroße Zwiebel: Fein gehackt bildet sie das aromatische Fundament der Soße
- 2 Knoblauchzehen: Frisch gepresst entfalten sie ihr volles Aroma
- 2 cm frischer Ingwer: Gerissen verleiht er dem Curry eine feine Schärfe und Frische
- 1 rote Paprikaschote: Gewürfelt bringt sie Süße und Farbe ins Spiel
- 400 g Dosentomaten: Geschält und gewürfelt bilden sie die Basis der Soße
- 1 EL Garam Masala: Die indische Gewürzmischung ist das Herzstück dieses Gerichts
- 1 TL Kreuzkümmel: Erdig und warm, rundet er die Aromen ab
- 1 TL Korianderpulver: Zitrusartig und mild, ergänzt er die anderen Gewürze perfekt
- ½ TL Kurkuma: Für die leuchtend gelbe Farbe und ihre entzündungshemmenden Eigenschaften
- ½ TL Chilipulver: Pikanter Kick, nach Belieben anpassen
- ½ TL Paprikapulver: Mild und süßlich, bringt Farbe ohne zu viel Schärfe
- Salz und Pfeffer: Frisch gemahlen zum Abschmecken
- 200 ml Kokosmilch: Vollfettige Kokosmilch macht die Soße herrlich cremig
- 2 EL Tomatenmark: Konzentriertes Tomatenaroma für mehr Tiefe
- 1 EL Pflanzenöl: Zum Anbraten des Halloumi und der Zwiebeln
- Frischer Koriander: Gehackt als Garnitur für die perfekte Optik
- Zitronenspalten: Ein Spritzer Säure hebt die Aromen
Anweisungen
- Halloumi goldgelb anbraten:
- Das Öl in einer großen antihaftbeschichteten Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Halloumi-Würfel hineingeben und 2 bis 3 Minuten pro Seite braten, bis sie rundherum schön goldgelb sind. Den Käse herausnehmen und auf einem Teller beiseitelegen.
- Zwiebeln glasig dünsten:
- In der gleichen Pfanne die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Die gehackten Zwiebeln hineingeben und 3 bis 4 Minuten sanutieren, bis sie weich und durchscheinend sind.
- Aromaten hinzufügen:
- Knoblauch, Ingwer und rote Paprikaschote zur Pfanne geben. Weitere 2 bis 3 Minuten kochen, bis alles duftet und die Paprika etwas nachgibt.
- Gewürze rösten:
- Tomatenmark und alle Gewürze hinzufügen. Eine Minute lang unter Rühren braten, bis die Gewürze ihr volles Aroma entfalten und intensiv duften.
- Soße einkochen:
- Dosentomaten und Kokosmilch einrühren. Alles gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten köcheln lassen, bis die Soße eingedickt ist.
- Halloumi hinzufügen:
- Den gebratenen Halloumi zurück in die Pfanne geben. 5 Minuten sanft köcheln lassen, damit der Käse die Aromen der Soße aufnimmt und etwas weicher wird.
- Finales Anrichten:
- Noch einmal probieren und gegebenenfalls nachwürzen. Mit frischem Koriander bestreuen und Zitronenspalten dazu servieren.
Merken Seit jenem Sonntag mit Lena ist dieses Curry zu meinem offiziellen Tröster-Essen geworden. Wenn es mir nicht gut geht oder der Winter einfach nicht enden will, dampft diese Pfanne auf meinem Herd.
Die perfekte Beilage finden
Basmatireis ist der klassische Begleiter, aber Naan-Brot zum Dippen verändert das komplette Esserlebnis. Ich serviere meistens beides, damit sich jeder bedienen kann.
Gewürze an deinen Geschmack anpassen
Wenn du es gerne schärfer magst, gib eine grüne Chili mit den Aromaten dazu. Für mildere Gaumen reduziere Chilipulver auf eine Prise.
Aufbewahrung und Resteverwertung
Das Curry hält sich im Kühlschrank bis zu drei Tage und wird mit jedem Tag aromatischer. Du kannst es auch einfrieren und bei Bedarf wieder aufwärmen.
- Lass das Curry vor dem Einfrieren vollständig abkühlen
- Portionen in luftdichte Behälter füllen
- Beim Aufwärmen etwas Kokosmilch hinzufügen, wenn die Soße zu fest geworden ist
Merken Guten Appetit und möge dein Küche nach indischem Gewürzafter duften.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Kann ich Paneer anstelle von Halloumi verwenden?
Ja, Paneer ist ein ausgezeichneter Ersatz und verleiht dem Gericht einen traditionelleren indischen Geschmack. Braten Sie ihn genauso wie den Halloumi goldbraun an.
- → Wie kann ich das Curry schärfer machen?
Fügen Sie eine gehackte grüne Chili mit den Aromaten hinzu oder erhöhen Sie die Menge an Chilipulver. Frische Chilis bieten eine intensivere Schärfe als Pulver.
- → Welche Beilagen passen am besten dazu?
Gedämpfter Basmatireis ist klassisch und nimmt die cremige Sauce perfekt auf. Warmes Naan-Brot, Chapati oder Blumenkohlreis sind ebenfalls hervorragende Optionen.
- → Kann ich das Curry im Voraus zubereiten?
Ja, das Curry lässt sich gut vorbereiten und hält sich im Kühlschrank bis zu 3 Tage. Beim Aufwärmen eventuell etwas Kokosmilch oder Wasser hinzufügen, falls die Sauce zu dick geworden ist.
- → Ist leichte Kokosmilch eine gute Alternative?
Leichte Kokosmilch funktioniert, reduziert aber die Cremigkeit der Sauce. Für das beste Ergebnis wird Vollfett-Kokosmilch empfohlen, die eine reichhaltigere Textur liefert.
- → Warum wird der Halloumi vor dem Curry angebraten?
Das Anbraten verleiht dem Halloumi eine goldene Kruste und verhindert, dass er in der Sauce zu weich wird. Er behält so seine charakteristische Bissfestigkeit.