Merken An meinem ersten Pizzaabend mit Freunden hatte ich nur noch Spinat und Ricotta im Kühlschrank. Ich dachte, das würde nie funktionieren, aber ich warf alles auf einen dünnen Teig, träufelte Knoblauchbutter darüber und hoffte das Beste. Der Duft allein brachte alle in die Küche. Niemand vermisste die klassische Tomatensauce. Seitdem ist diese Pizza mein kleines Geheimnis für entspannte Abende.
Einmal brachte ich diese Pizza zu einem spontanen Picknick im Park mit. Ich schnitt sie in kleine Quadrate, und jeder griff sofort zu. Eine Freundin fragte, ob ich das Rezept gelernt hätte, während ich in Italien war. Ich lachte und erzählte ihr von meinem leeren Kühlschrank und der glücklichen Improvisation. Seitdem backe ich sie, wenn ich etwas Unkompliziertes und doch Besonderes servieren möchte.
Ingredients
- 1 dünner Pizzaboden (gekauft oder selbstgemacht, ca. 30 cm): Ein dünner Boden wird schön knusprig und lässt die Beläge im Mittelpunkt stehen.
- 2 EL ungesalzene Butter: Die Basis für die Knoblauchbutter, die dem Teig Geschmack und Glanz verleiht.
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt: Frischer Knoblauch entfaltet beim Erhitzen ein mildes, süßliches Aroma.
- 1 EL frische Petersilie, fein gehackt (optional): Sie gibt der Butter Frische und einen Hauch Farbe.
- 1 Tasse Ricotta: Cremig, mild und der perfekte Ersatz für Tomatensauce, ohne zu beschweren.
- 2 Tassen frischer Spinat, grob gehackt: Er fällt beim Anbraten stark zusammen, also nicht erschrecken über die Menge vorher.
- 1 EL Olivenöl: Zum Anbraten des Spinats, damit er nicht am Boden klebt.
- 1/2 TL Salz: Hebt den Geschmack des Spinats hervor und verhindert Fadheit.
- 1/4 TL schwarzer Pfeffer: Eine dezente Schärfe, die wunderbar mit dem Ricotta harmoniert.
- 1/2 Tasse geriebener Mozzarella: Schmilzt schön und verbindet alle Beläge miteinander.
- 2 EL geriebener Parmesan: Für die nussige, salzige Note, die einer Pizza Tiefe gibt.
- Prise rote Chiliflocken (optional): Ein kleiner Kick, falls man es gern etwas feuriger mag.
Instructions
- Ofen vorheizen:
- Heize den Ofen auf 245 Grad Celsius vor und lege einen Pizzastein oder ein Backblech hinein. So wird die Kruste von unten richtig knusprig.
- Spinat anbraten:
- Erhitze Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze und brate den Spinat mit einer Prise Salz etwa 2 bis 3 Minuten, bis er zusammenfällt. Nimm ihn heraus und lass ihn etwas abkühlen.
- Knoblauchbutter zubereiten:
- Schmelze die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze, füge den Knoblauch hinzu und brate ihn etwa 1 Minute, bis er duftet. Rühre optional die Petersilie unter und nimm den Topf vom Herd.
- Teig vorbereiten:
- Lege den Pizzaboden auf Backpapier und bestreiche ihn großzügig mit der Knoblauchbutter. Lass dabei einen schmalen Rand frei.
- Ricotta verteilen:
- Setze mit einem Löffel kleine Ricotta-Häufchen gleichmäßig auf den Teig. Sie müssen nicht perfekt verteilt sein, das macht die Pizza charmant.
- Spinat und Gewürze hinzufügen:
- Verteile den abgetropften Spinat über den Ricotta und streue schwarzen Pfeffer darüber. Achte darauf, dass der Spinat nicht zu nass ist, sonst wird der Boden matschig.
- Käse aufstreuen:
- Bestreue alles mit Mozzarella und Parmesan. Wenn du magst, füge eine Prise Chiliflocken hinzu.
- Backen:
- Schiebe die Pizza mitsamt Backpapier auf den heißen Stein oder das Blech und backe sie 12 bis 15 Minuten, bis der Rand goldbraun ist und der Käse Blasen wirft. Der Duft wird unbeschreiblich sein.
- Abkühlen und servieren:
- Nimm die Pizza heraus und lass sie 2 Minuten ruhen, bevor du sie schneidest. So bleibt der Belag an Ort und Stelle.
Merken Einmal vergaß ich, den Spinat auszudrücken, und die Pizza war ein bisschen feucht in der Mitte. Trotzdem aßen wir sie mit den Händen, lachten über meine Unachtsamkeit und tunkten die Stücke in Olivenöl. Manchmal sind es genau diese kleinen Pannen, die einen Abend unvergesslich machen. Seitdem drücke ich den Spinat immer aus und denke an diesen Abend zurück.
Variation und Ergänzungen
Ich habe schon dünne Zwiebelringe oder getrocknete Tomaten hinzugefügt, wenn ich Lust auf mehr Biss hatte. Einmal experimentierte ich mit Ziegenkäse statt Ricotta, und das Ergebnis war herrlich würzig. Du kannst auch frische Basilikumblätter nach dem Backen darüberstreuen, das bringt Frische und Farbe. Lass deiner Fantasie freien Lauf, solange die Basis aus Knoblauchbutter und cremigem Käse bleibt.
Serviervorschläge
Diese Pizza schmeckt wunderbar zu einem knackigen grünen Salat mit Zitronendressing. Ich serviere sie gern mit einem gekühlten Glas Pinot Grigio oder Mineralwasser mit Zitrone. Manchmal schneide ich sie in kleine Häppchen und serviere sie als Vorspeise bei größeren Zusammenkünften. Sie ist vielseitig genug für jede Gelegenheit, von casual bis ein bisschen schicker.
Aufbewahrung und Reste
Reste bewahre ich im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter auf, sie halten sich etwa zwei Tage. Zum Aufwärmen schiebe ich sie für ein paar Minuten zurück in den heißen Ofen, niemals in die Mikrowelle, sonst wird der Boden weich. Manchmal esse ich ein kaltes Stück direkt aus dem Kühlschrank zum Frühstück, und es schmeckt überraschend gut.
- Wickle die Pizza in Alufolie, wenn du sie warm halten willst, aber nicht länger als 20 Minuten.
- Friere einzelne Stücke ein und backe sie bei Bedarf direkt aus dem Gefrierfach auf.
- Wenn du den Teig selbst machst, kannst du ihn im Voraus zubereiten und im Kühlschrank lagern.
Merken Diese Pizza ist mehr als nur ein schnelles Abendessen, sie ist eine Erinnerung daran, dass die besten Rezepte oft aus dem Moment heraus entstehen. Ich hoffe, sie bringt genauso viel Freude in deine Küche wie in meine.